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Firmengeschichte

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Alles begann 1960 mit dem Familienbetrieb Barmettler. Von seinem Bruder Peter konnte Sepp Barmettler Senior die Liegenschaft in der Schmiedgasse erwerben. Während den ersten dreissig Jahren wurde ausschliesslich Nidwaldner Bratchäs hergestellt. Der strenge Arbeitsalltag konnte nur dank der Hilfe aller Familienmitglieder bewältigt werden.

Sepp Junior fühlte sich mit dem Käserhandwerk von Kindsbeinen an verbunden und sein Berufswunsch stand schon früh fest. Als Lehrling wurde der angehende Spitzenberufsmann gelegentlich verspöttelt, weil sein Vater nur kleine Bratchäsli produzierte. Das liess in ihm einen Traum reifen: Er wollte unbedingt ein richtiger Käser werden und einmal einen grossen Sbrinz herstellen. Daran arbeitete er beharrlich, doch die Behörden in Bern beantworteten sein Gesuch abschlägig. Aus der anfänglichen Enttäuschung über diesen Entscheid entwickelte sich der Betrieb dank Leidenschaft und Innovation zu einem erfolgreichen Unternehmen.

Bereits 1980 hatte Sepp Barmettler begonnen, selber Joghurt und Pastmilch herzustellen. 1990 übernahmen Sepp und Daniela Barmettler die Firma und belieferten nun auch Grosskunden in Luzern und Umgebung. Dies gab die Basis für einen Neubau in der Schmiedgasse 9, welcher 1992 bezogen werden konnte.

Der neue Laden und die grosse Produktionsstätte präsentierten sich der Kundschaft in einem angenehmen und modernen Kleid. Im August 1999 ist die Verkaufsstelle zentral an den Dorfplatz verlegt worden. Einzigartig in der Schweiz betreiben im "Dorfplatz 9 - Feines zum Essen" 4 Detaillisten ihre Geschäfte unter einem Dach. An optimaler Lage findet der Kunde nebst der Molkerei eine Bäckerei, Metzgerei und einen Lebensmittelladen. Das breite Angebot an Käsespezialitäten konnte ausgebaut werden, wodurch sich der Kundenkreis in die ganze Zentralschweiz ausweitete. Im Juli 2014 hat Jonas Imfeld den Laden übernommen und führen seither die Philosophie unter dem sinnigen Namen "Genusshandlung" weiter.

In der 1992 neu erstellten Produktionsstätte in der Schmiedgasse konnte Sepp Barmettler seine Experimentierfreude mit den Bakterienkulturen ausleben und begann, an einem besonders cremigen Weichkäse aus Rohmilch zu pröbeln. Nach vielen Versuchen und fast ebenso vielen Rückschlägen entstand zuerst ein rötlicher Käse, der dem Vacherin Mont d’Or ähnlich war. Dank gezielter Verfeinerung und nach der Begegnung mit Rolf Beeler, dem Maître Fromager der Schweiz, wurde daraus schliesslich der „Stanser Fladä“, zum wichtigsten Botschafter der Molkerei entwickelte. Viele Stück verlassen jedes Jahr nach sorgfältiger Pflege die Stanser Schmiedgasse und gehen in die ganze Welt hinaus. Mit etwas Verspätung kam auch der Vorgänger des „Stanser Fladä“ - das „Stanser Röteli“ - noch zu seinem verdienten Ruhm und gehört heute ebenfalls zu den Top-Produkten auf dem Schweizer Käsemarkt. Inzwischen hat auch der „Weisser Stanser“ aus Kuh- oder Schafmilch den Weg auf den Tisch vieler Käseliebhaber gefunden.

Rund 700'000 Liter Kuh- und Schafmilch werden jährlich verarbeitet. Ein Drittel kommt in die Käseherstellung, aus zwei Dritteln entstehen Milchspezialitäten wie etwa Pastmilch, Joghurt oder Rahm.

Da die Kinder von Sepp und Daniela Barmettler nicht in die Fussstapfen ihrer Eltern getreten sind, setzten sie sich frühzeitig mit einer möglichen Nachfolgelösung auseinander.

Gefunden haben sie sie in Christian Sulzberger und Axel Dippold, die seit Januar 2020 den Betrieb leiten und weiterführen. Obwohl beide nicht in der Käsebranche gross wurden, schlagen ihre Herzen für den Käse. 2016 haben sie in Basel mit dem Start-up «Chäsgschichten» erstmals Unternehmer Luft geschnuppert. Dabei stellen sie die Produzenten ins Rampenlicht und erzählen zum Käse deren Geschichte.

Um ihren Wunsch - ein eigenes Unternehmen zu haben und zu Käsen– wahr werden zu lassen, sind sie nach Stans gezogen. Christian hat ursprünglich Betriebsökonomie studiert und zehn Jahre auf diesem Gebiet gearbeitet. Dann hat er die Lehre zum Käser absolviert und sich in diesem Beruf weitergebildet. Sein Partner Axel ist Agrarwissenschaftler und hat sein Berufsleben bisher im Detailhandel bei Coop im Basler Hauptsitz verbracht.

Christian Sulzberger und Axel Dippold wollen die Erfolgsgeschichte der Molkerei Barmettler weiterschreiben. Sie schätzen die Lage des Betriebs mitten im Dorf und setzen auf die Zusammenarbeit der Milchbauern, die rund um das Dorf verteilt sind.